Das hörst Du oft
„Er steigt an Dir hoch, weil er dominieren will.“
Was dahinter stecken kann
Er sucht Beistand. Ein Kind würde in diesem Moment sagen: Nimm mich bitte auf den Arm.
Ich halte Dich | Band 2
Die sichere Bindung als beste Erziehung. Mirjam Cordt zeigt Dir, wie viel Angst, Aggression und Unruhe mit Bindung zu tun haben können. Und wie Du mit der H.A.L.T.-Methode zum sicheren Hafen für Deinen Hund wirst.

Komplett überarbeitetEin neuer Blick auf
„Geben Sie Ihrem Hund Halt, erst recht, wenn er sich ungehalten verhält.“
Mensch und Hund ähneln sich auffällig in ihren Gefühlen und in ihrem Wunsch nach Bindung. Das Bindungssystem zwischen Mensch und Hund gleicht dem zwischen Eltern und Kind in erstaunlich vielen Punkten.
Auf dieser Grundlage überträgt Mirjam Cordt die Bindungsforschung von John Bowlby und Mary Ainsworth auf den Hund. So verstehst Du, warum Dein Hund tut, was er tut. Erst wenn der Grund klar ist, wird ein faires und nachhaltig erfolgreiches Training möglich.
Umdenken
Viele gängige Ratschläge deuten Bindungsverhalten als Machtspiel. Das Buch zeigt, was stattdessen dahinter stecken kann.
Das hörst Du oft
„Er steigt an Dir hoch, weil er dominieren will.“
Was dahinter stecken kann
Er sucht Beistand. Ein Kind würde in diesem Moment sagen: Nimm mich bitte auf den Arm.
Das hörst Du oft
„Tröste ihn nicht, sonst bestärkst Du seine Angst.“
Was dahinter stecken kann
Lass ihn nicht gerade dann im Stich, wenn er Dich am nötigsten braucht. Du darfst ihm getrost die Pfote halten.
Das hörst Du oft
„Er ist eifersüchtig und will Dich besitzen.“
Was dahinter stecken kann
Er sichert, was ihm Halt gibt. Oft aus Angst, diesen Halt wieder zu verlieren.
Das hörst Du oft
„Er schaut in die Gegend statt zu Dir. Eure Bindung ist schlecht.“
Was dahinter stecken kann
Er fühlt sich an Deiner Seite sicher genug, um die Umgebung zu erkunden. Genau so sieht eine sichere Basis aus.
Das hörst Du oft
„Nach der Hundepension ignoriert er Dich. Er ist beleidigt.“
Was dahinter stecken kann
Vielleicht hat er gelernt, seinen Kummer nicht zu zeigen. Das ist ein Hinweis auf sein Bindungsmuster, keine Kränkung.
Das hörst Du oft
„Er wehrt Dich ab, also will er keine Bindung.“
Was dahinter stecken kann
Jedes sozial organisierte Lebewesen strebt letztlich nach Bindung. Hinter Abwehr stehen oft frühere Enttäuschungen.
Bindungsmuster
Wie ein Hund auf Trennung und Wiederkehr seines Menschen reagiert, gibt gute Hinweise auf seine Bindung. Wähle ein Muster aus.
Solche Hinweise zeigen immer nur eine Wahrscheinlichkeit, nie ein Urteil. Das Buch zeigt Dir, woran Du das Bindungsmuster Deines Hundes erkennst und wie Du es positiv beeinflusst.
Wie mag es erst um die Mensch-Hund-Beziehung stehen, die oft noch von Herrschaftsdenken und einem „ist doch nur ein Hund“ geprägt ist?
Metaanalyse van IJzendoorn & Kroonenberg (1988), zitiert im Buch
Die Methode
Bewusst steht hier liebevoll und nicht nur sicher. Liebe ist die Quelle, aus der die Kraft kommt, für den eigenen Hund alles zu tun, damit es ihm gut geht.
Die Methode bündelt sieben Bindungsmittel. Mit ihnen baust Du eine sichere Bindung auf und korrigierst ungünstige Bindungserfahrungen.
Die sieben Bindungsmittel
Dich in Deinen Hund hineinversetzen und seine Signale aus seiner Sicht deuten. Nicht nach Deiner Laune, sonst wirkst Du auf ihn unberechenbar.
Nähe bedeutet Dasein, körperlich wie emotional. Wie viel davon Dein Hund braucht, hängt von ihm und von der Situation ab.
Schutz geben, Geborgenheit vermitteln, Fürsorge leisten. Vom Morgenritual bis zum Brot-Teilen, unabhängig von Deiner Tageslaune.
Sei für Deinen Hund wie ein beschützender Baum: ausgeglichen, standfest und berechenbar. Unvorhersehbare Ausbrüche halten ihn in ständiger Alarmbereitschaft.
Ihn achten, wie er wirklich ist, nicht erst, wenn er Forderungen erfüllt. Und ihn nach seinen Neigungen und Talenten fördern.
Ein stabiles Urvertrauen hilft Deinem Hund, den guten Willen neuer Menschen zu erkennen und Trennungen besser zu verkraften.
Wer sich nahesteht, gleicht sich in Haltung und Bewegung an. Setzt Du das gezielt ein, entsteht Gemeinsamkeit, auch mit sehr misstrauischen Hunden.
Aus der Praxis
Detaillierte, bebilderte Erklärungen machen aus dem Gelesenen konkretes Handeln. Eine Auswahl:
Du übernachtest bei einem zurückhaltenden Hund. Wer schläft, kann sich nicht aufdrängen. Ein bewährter Türöffner für ängstliche Hunde.
Einfach da sein, ohne etwas zu wollen. Jede Minute, die Du scheinbar untätig bei Deinem Hund sitzt, ist bestens investiert.
Die Leine als Verbindungskabel statt als bloße Begrenzung. Sie steht für ein Angebunden und zugleich Eingebunden sein.
Gefühlskälte schafft niemals Nähe. Beim ruhigen, gemeinsamen Gehen an der Leine stellen sich zwei Wesen aufeinander ein.
Du gibst bewusst etwas von Deinem Essen ab. Mit einer ehrlichen, liebevollen Geste statt gönnerhaft. Fürsorge, die Dein Hund versteht.
Wie auf dem Zehnmeterbrett: Mit einem Freund an der Seite, der Mut macht, traut man sich weiter nach vorn. Diesen Beistand gibst Du Deinem Hund.
Lenken des sozialen Referenzierens: Dein Hund lernt, mit einem Reiz klarzukommen und sich bei Dir rückzuversichern, ganz ohne Kommando.
Über neue Assoziationen wird ein Aufreger umgedeutet, bevor er aufregt. Mit klaren Spielregeln, Schritt für Schritt.
Blick ins Buch
Klar gegliedert, reich bebildert und mit Schritt-für-Schritt-Grafiken, die jeden Trainingsablauf nachvollziehbar machen.


Fallgeschichten
Das Buch lebt von vielen Fallgeschichten aus Mirjam Cordts Praxis und Tierschutzarbeit. Drei Hunde, die in ihrer eigenen Familie Halt gefunden haben:
Für wen
Anschaulich und mit zahlreichen Fallgeschichten erklärt: So baust Du eine sichere Bindung auf, auch wenn Dein Hund bisher schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Die ihren Hund verstehen wollen, statt gegen ihn zu kämpfen.
Für den Start mit einem Hund aus dem Tierschutz, vom ersten Kennenlernen bis zum Ankommen.
Bindungstheoretische Grundlagen und erprobte Trainingselemente für Deine Beratung.
Bindungsarbeit im Tierheim, bei der Vermittlung und in der externen Betreuung.
Stimmen
…vom Angsthund zu einer starken und extrem liebevollen Persönlichkeit.
Durch Deine Kompetenz, wie auch aus deinen Büchern ersichtlich, hast Du aus uns (Alfi & Andrea) ein tolles Team gemacht.
…dein letztes Buch „die sichere Bindung als beste Erziehung“ sollte ein Muss für jeden Hundebesitzer sein.
Für alle, die mit Hunden leben oder arbeiten: Halterinnen und Halter, Adoptanten und Pflegestellen, Tierschützer, Trainer und Verhaltensberater.
Genau dafür ist es gedacht. Anhand vieler Fallgeschichten zeigt Mirjam Cordt, wie eine sichere Bindung wächst, auch wenn ein Hund bisher negative Bindungserfahrungen gemacht hat.
Nein. Für eine sichere Bindung verbieten sich Gewalt in jeder Form, Angstreize und soziale Verunsicherung. Die Methode setzt auf Feinfühligkeit, Verlässlichkeit und Beständigkeit.
Beides. Zuerst überträgt das Buch die Bindungsforschung nach Bowlby und Ainsworth auf den Hund, dann folgen konkrete Trainingselemente mit bebilderten Schritt-für-Schritt-Erklärungen.
Die Ausgabe von 2024 ist komplett überarbeitet. Sie umfasst 448 Seiten mit 192 Abbildungen und ist als Hardcover erschienen.
Über den Button auf dieser Seite oder in jeder Buchhandlung mit der ISBN 978-3-9812890-6-0. Dank Buchpreisbindung kostet es in Deutschland überall gleich viel.
Bindungen beeinflussen Deinen Hund in seinem Fühlen und Handeln. Deshalb beginnt die Veränderung seines Verhaltens bei seinem Bindungspartner. Also bei Dir.

